Steuerberater Boeck, Portrait vom Herrn Wolfgang Boeck im Büro am Streibtisch

In der Bibel wird an einer Stelle davon berichtet, dass die Pharisäer sich an Jesus mit einer trickreichen Frage wandten, nämlich der Frage, ob es recht sei, dem Kaiser Steuern zu zahlen. Jesus antwortete darauf wie folgt: „Gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist“. Dies wird oft als biblische Stütze für das Besteuerungsrecht des Staates herangezogen, übrigens nicht ganz zu Recht, wie eine nähere Analyse zeigt. Wie dem auch sei, außer ein paar Gutmenschen, die zuweilen in Talkshows zu bewundern sind, zahlt wohl niemand gern Steuern. Auf der anderen Seite erleben wir aber tagtäglich, wie wichtig ein funktionierender Staat ist. Ein solcher will aber finanziert sein.

Genau in diesem Spannungsbogen zwischen den widersprüchlichen Wünschen nach Steuervermeidung einerseits und Hoffen auf den starken Staat an seiner Seite andererseits, kommt Ihr Steuerberater ins Spiel. Ich, als Ihr persönlicher Steuerberater, sehe genau in der Auflösung dieses gordischen Knotens meine Funktion: „Der Kaiser soll das haben, was ihm zusteht, aber eben auch keinen Cent mehr“. Wenn nur aber jeder seine Steuern in diesem Sinne auch tatsächlich bezahlt, dann brauchen wir uns um das Gemeinwohl keine Sorgen zu machen.

Philosophie

Unsere Vorstellung von einer effektiven Wirtschafts- und Steuerberatung ist geleitet von dem Gedanken, dass die Beratung in steuerrechtlichen und wirtschaftlichen Angelegenheiten trotz der komplizierten Materie und einer zunehmend ausufernden Regelungswut des Gesetzgebers auf den Punkt gebracht werden muss.

Hier gilt für uns der alte Grundsatz des Preußischen Oberverwaltungsgerichts aus 1906, wonach niemand verpflichtet ist, sein Vermögen so zu verwalten oder seine Ertragsquellen so zu bewirtschaften, dass dem Staat daraus hohe Steuern zufließen.

Es muss möglich sein, ohne viel "Wenn und Aber" dem Mandanten unter Ausschöpfung aller steuerrechtlichen Möglichkeiten das günstigste Ergebnis zu präsentieren. Wichtiger noch als die Rückschau ist für uns dabei die wirtschaftliche und steuerliche Gestaltung der Zukunft.

In diesem Sinne gilt es, jegliche wirtschaftliche Verhaltensweise auf die steuerlichen Konsequenzen abzuklopfen und unter Berücksichtigung aller möglichen Auswirkungen das Mandat so zu betreuen, dass nicht dem Fiskus sondern dem Mandanten das höchstmögliche Maß an Nutzen zufließt.